Renshausen 


 Lage

 

Renshausen liegt am nordwestlichen Rand des Untereichsfelds, rund zwei Kilometer nordwestlich von Krebeck und einen Kilometer westlich von dem Ort Bodensee. Renshausen gehört zur Gemeinde Krebeck und zur Samtgemeinde Gieboldehausen; der Flecken Gieboldehausen liegt ca. acht Kilometer östlich von Renshausen. Weitere Nachbarorte sind Gillersheim im Norden und Holzerode im Westen.

 

Zu Renshausen gehört der zwei Kilometer nördlich gelegene Ortsteil Thiershausen mit dem Erholungs- und Naturschutzgebiet Thiershäuser Teiche.

Geschichte

 

Der Ort wurde als Reinolveshausen im Jahr 1013 erstmals urkundlich erwähnt. Die Endung „-hausen“ lässt auf eine Gründung zwischen dem 8. und 10. Jahrhundert schließen. Die Urkunde gilt als eine Fälschung des 12. Jahrhunderts und erinnert mit der Nennung des Namens Reinolveshausen auf den ersten Siedler, der Reinholv hieß. Einige Jahre später, 1022, ließ der Bischof Bernward von Hildesheim die Kirche und rund 30 Hufen Land dem von ihm gegründeten St. Michaels-Kloster zu Hildesheim, in einer Schenkung, zugute kommen. Die Vogtei über das Dorf erhielt das Kloster 1267 von Herzog Albrecht von Braunschweig. Bis zum 1803 verblieb Renhausen im Besitz des Klosters, das am Ort selbst einen Klosterhof der Benediktiner unterhielt, Hoheitlich unterstand es dem Kurfürstentum Mainz. Die Datierung auf das Jahr 1022 stellte sich im Nachhinein jedoch als Fälschung heraus, jene Urkunde stammt wahrscheinlich aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Gesichertere Aussagen über das Kloster liefert eine Urkunde aus dem Jahre 1013, in welcher Kaiser Heinrich II. das Kloster in Hildesheim, neben deren Besitzungen (u.a. in Renshausen), unter seinen Schutz nimmt. Ab dem 13.Jahrhundert wurde der Klosterhof, auch Paterhof genannt, von einem Vogt verwaltet, bevor seit nachweislich 1674 die Benediktiner die Betreuung in die eigene Hand nahmen. In der Zeit davor, um die Mitte des 14. Jahrhunderts, setzte das Kloster die Herren von Plesse ein, welche die Güter des Klosters in Renshausen verwalteten. So besagt eine Urkunde aus dem Jahr 1330, dass den Edlen von Plesse die Güter auf 5 Jahre, gegen einen jährlichen Zins von einem halben Fuders Bier und zehn Mark reinen Silbers, aufgetragen werden.[1] Zwischen 1674 und 1803 weilten 16 Klosterpfarrer, die auch die Aufgabe des Vorstehers des Klostergutes übernahmen, in Renshausen. Ab dem Ende des 17. Jahrhunderts fanden allmählich Renovierungen und Beubauten statt, so errichtete man 1696 das Klosterhofgebäude neu, während 1729 eine neue Scheune folgte. Eine neue Mühle wurde 1788 realisiert. Im Jahre 1803 wurde das Kloster, im Rahmen der Säkularisation aufgehoben, der letzte Benediktinerpater Klemens Kreuzkampf weilte noch bis 1830 als Pfarrer in Bernshausen. In der Stiftsfehde 1520, zwischen dem Bischof von Hildesheim und den benachbarten welfischen Herzögen, wurde Renhausen, sowie der Nachbarort Groß Thiershausen vollständig zerstört. Bis zum Jahr 1535 befanden sich beide Orte in einem verwaisten Zustand.

 

An die früheren Benediktinermönche erinnert heute noch das von Abt Jacobus II. im Jahr 1696 erbaute Gebäude des Klosterhofes. Seit 1803 diente es als Pfarrhaus und bis 1957 als Schule und Lehrerdienstwohnung. 1958 erbaute man eine neue Schule, welche nach Umbauten seit 1976 als Dorfgemeinschaftshaus genutzt wird. Seit 1722 ist Renshauen ein Josephs-Wallfahrtsort Damals verlegte man eine Kapelle, die ursprünglich zwischen Bodensee und Gieboldehausen ihren Standort hatte, neben die Renshäuser Pfarrkirche. 1877 musste die Kapelle wegen Baufälligkeit abgerissen werden, sodass fortan ein identisches Gnadenbild, in der 1847 neuerbauten Marienkirche, verehrt wurde. Die alljährliche Wallfahrt findet unter dem Namen "Große Wallfahrt" stets am 3. Märzsonntag statt.

 

Im Ort selbst herrscht auch ein reges Vereinsleben. Zum ältesten Verein, welcher bis heute tätig ist, zählt der 1867 gegründete Männergesangsverein. Weiterhin existiert ein Sport- und Turnverein, ein Verschönerungsverein, ein Kolpingverein, sowie die Freiwillige Feuerwehr. Zudem gehören zu dem Ort auch die "Renshäuser Blasmusik" an.

 


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