Wallfahrtskirche Mariä Geburt                                   


Klare und schmucklose Achitekturformen und einen geräumigen Innenraum bilden die Grundbestandteile der Wallfahrtskirche Mariä Geburt in Renshausen. Ihre Entstehungszeit datiert auf die Jahre 1847 bis 1850, wobei sie damals von dem Landbaumeister Oldendorp realisiert wurde. Ihr Bau stand ganz im Zeichen der bereits baufälligen gotischen Vorgängerkirche, welche zur Zeit der aufkommenden Jakobswallfahrt in Renshausen bereits 1722 bestand, 1727 erweitert und schließlich 1851 abgerissen wurde. Das Gnadenbild, vorher in der Marienkirche verehrt, fand nun 1852 seinen Platz in der neuen Kirche Mariä Geburt. Das Gnadenbild zeigt dabei den heiligen Joseph in Begleitung dreier Engel mit Kreuz und Schreinerwerkzeug. Es befindet sich in einem barocken Seitenaltar der Kirche und wurde von dem Benediktiner Josephus Blume wohl zu Beginn des 18. Jahrhunderts angefertigt. Auf dem Seitenaltar befindet sich zudem ein gemaltes Antependium, in dem unter anderem Bilder von Maria mit Kind, Michael, Benedikt und Scholastica enthalten sind. Mit dieser Ausstattung stellt der Altar eine Besonderheit im Untereichsfeld dar. Auf den Vorsprüngen des Retabels stellte man die Heiligenfiguren des Judas Thaddäus, Urban, Johannes Baptist und Augustinus auf. Sie sind dabei im gotischen Stil gefertigt. Das Inventar, ausgestellt in der halbrunden Apsis der Kirche, ist in einem modernen Stil gehalten. Unter den einzelnen Gegenständen befindet sich ein Zelebrationsaltar, Ambo, Tabernakel und Triumphkreuz. Aus einem ehemaligen Altar der Vorgängerkirchen stammen die vier Heiligenfiguren, die man zwischen der Ostwand und der Apsis aufstellte. Zahlreiche Darstellungen des heiligen Bernward an den Wänden bezeugen die einstige Dotation Bernwards von Renshausen an das Hildesheimer Benediktinerkloster. In der Vorhalle findet sich zudem ein Bild des Erzengels Michael.

 


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