Pfarrkirche St. Alexander und Brüder   

Pfarrzettel       / Messdienerplan                    

Die katholische Pfarrkirche St. Alexander wurde 1716 im Eichsfelder Barock erbaut. Sie stellt einen Buntsandsteinquaderbau mit leicht eingezogenem Chor dar. Bei der Errichtung der Kirche waren mitunter auch Bauleute aus Tirol beteiligt. An der Südmauer lässt sich durch eine Inschrift der Baumeister ermitteln, sie lautet JOAN GEORG KULMAN MAUR MEISTER VON GERRENROT. Ähnlich wie andere Kirchen im Untereichsfeld hatte auch diejenige aus Krebeck einen Vorgängerbau an ihrer Stelle, so lässt sich der Kirchturm auf das 16. Jahrhundert datieren. Der spitze Helm, welcher als Dach des Turmes fungiert, stammt dagegen aus dem 19. Jahrhundert. Die Außenwände tragen eine schlichte Gestaltung ohne Profilierung, deutlich erkennbar sind jedoch die zugemauerten Okuli, die sich oberhalb der Rundbogenfenster befinden. Die Figur des Kirchenpatrons St. Alexander wurde in einer Nische über dem Turmportal, welches aus Pilaster und Gebälk besteht, untergebracht. Am Nordportal der Kirche setzte man den Schlussstein ein. Er trägt die Datierung der Fertigstellung 1716 nebst einem achtspeichigen Mainzer Rad. Im Kirchensaal, überspannt von einem Spiegelgewölbe, findet man lisenengegliederte Seitenwände und die ungewöhnliche Konstruktion des Kreuzrippengewölbes. Seine Besonderheit liegt darin, dass im Bereich des Chores kein Endpunkt der Rippen zu erkennen ist. Das Inventar ist in einer Beige-Gold-Fassung erhalten und stammt aus dem Barock beziehungsweise der spätbarocken-klassizistischen Zeit, während der zweistöckige Hochaltar mit seinen gedrehten Säulen, Putten, Blütengehänge, Muscheln und Vasen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts stammt. Das Altarbild stellt die Kreuzigung Jesu dar. Einzelformen des Seitenaltars reichen vom Stil bis ins Rokoko hinein und besitzt einen kompakten Wandcharakter. Damit steht er im Kontrast zu der zierlichen, farbig gefassten Barockmadonna, der Hauptfigur des Seitenaltars.


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